Montag, 02. Juni 2014

Bundeswettbewerb Jugend forscht 2014: Thüringer Jungforscher auf Erfolgskurs!

(Erfurt, 02.06.2014) Die Thüringer Teilnehmer am 49. Bundeswettbewerb Jugend forscht kehren mit drei Platzierungen sowie drei Sonderpreisen aus Künzelsau zurück. Sie gehörten zu den 209 Teilnehmern mit 114 Projekten aus der gesamten Bundesrepublik, die sich im Wettbewerb 2014 gegen mehr als 12.000 Jugendliche durchgesetzt haben.

 

„Wir gratulieren allen Teilnehmern zu diesem Erfolg und sind stolz über die Qualität der Projekte und das Auftreten sowie das Engagement der Thüringer. Sie haben sich selbst und Thüringen würdig vertreten“, freut sich Prof. Bornkessel, Vorstand der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT). „Gleichwohl gilt unser herzlicher Dank den Wettbewerbsleitern, Betreuungslehrern, Forschungspaten, Eltern und Patenunternehmen, ohne die dies nicht möglich gewesen wäre.“ 

 

Über den 2. Preis (2.000 €) im Fachgebiet Technik freuen sich Alexander Detsch und Felix Seidel vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt für die Entwicklung eines Systems zur authentifizierten Nutzung von Multimediageräten. Aus dem Schulalltag sind technische Geräte wie Computer oder Beamer nicht mehr wegzu-denken Doch bei den vielen unterschiedlichen Nutzern geht schnell mal etwas kaputt. So werden beispielsweise Beamer oft vom Strom getrennt, bevor sie vollständig abkühlen konnten. Solche Bedienfehler, die die Lebenszeit der Geräte verkürzen, kann man vermeiden, dachten sich die Jungforscher und entwickelten ein System, das die Steuerung von Computern und Beamern übernimmt und das ordnungsgemäße Herunterfahren sicherstellt. Auch müssen sich die Nutzer zunächst am Gerät authentifizieren. Das geschieht durch einen sogenannten RFID-Tag, der in den Schülerausweis integriert wird. So lassen sich eventuelle Beschädigungen später direkt auf einzelne Anwender zurückführen.

 

Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften erhielt Christopher Gemeinhardt vom Gymnasium „Dr. Konrad Duden“ aus Schleiz für die „Untersuchung von Krebsen als Indiz historischer Fisch-Zucht“ den 3. Preis (1.500 €). Er konnte nachweisen, dass es zwischen der Nutzung eines Gewässers und der Besiedelung mit kleinen Muschelkrebsen einen deutlichen Zusammenhang gibt: Die Existenz bestimmter Arten, so fand er heraus, deutet auf Fischzucht hin. Diese Erkenntnis alleine würde ihm aber nur unzureichend beim Blick in die Vergangenheit helfen. Doch dem Jungarchäologen kommt die Tatsache zugute, dass die Schalen der Tierchen im Sediment, also in Ablagerungsgesteinen, lange erhalten bleiben. So kann er aus der Artenzusammensetzung der Sedimente eines Weihers ableiten, in welchem Maße im Mittelalter Fischzucht betrieben wurde

 

Neben dem 5. Preis (500 €) konnten Melanie Hoppman und Lisa Sarich vom Ler-chenberggymnasium Altenburg auch eine Einladung zur Teilnahme an der International Wildlife Research Week in der Schweiz erzielen. Sie untersuchten anhand des Standortes des Restlochs I bei Zechau und der ehemaligen Brikettfabrik „Gertrud“ die Frage, wie schnell sich in Bergbaufolgelandschaften Fauna und Flora regenerieren: Rund 20 Jahre nach Stilllegung der Fabrik sind dort wieder viele Arten zurückgekehrt. Zwölf Monate lang haben die beiden Jungökologinnen unterschiedliche Biotope, Pflanzen und Tiere auf dem 30 Hektar großen Gelände dokumentiert. Sie fanden über 50 Tier- und 60 Pflanzenarten, darunter einige seltene Spezies wie das Echte Tausendgüldenkraut und die Knoblauchkröte. Das Gelände, so empfehlen die beiden Jungforscherinnen, sollte daher in das angrenzende Naturschutzgebiet eingegliedert werden.

 

Gleich zwei Sonderpreise erhielten Bendikt Brandau und Antonia Kraus von der Gotheschule Ilmenau. Im Fachgebiet Chemie wurden sie für ihr Projekt „Carbon Nanotubes (CNTs) – das neue Produkt der Zukunft?“ mit dem Preis für chemische Nanotechnologie (1.000 €) sowie einem Besuch im Joint Research Centre in Ispra/Italien ausgezeichnet. Nanotubes gelten wegen ihrer besonderen mechani-schen und elektrischen Eigenschaften als Material der Zukunft. Die Jungforscher machten sich mit ihren Strukturen und deren Herstellungsprozess vertraut, produzierten selbst Nanotubes und untersuchten deren elektrische Leitfähigkeit und entwickelten die Idee für eine neue technische Anwendung.

 

Gewonnen haben alle Teilnehmer neue Erkenntnisse, Erfahrungen und Eindrücke sowie Motivation für ihren weiteren schulischen und beruflichen Weg.

Alle Thüringer Teilnehmer und Preisträger finden Sie hier.

 

Weitere Fotos unter www.facebook.com/STIFT.Erfurt sowie www.jugend-forscht.de.


Ansprechpartner:  
Dr. Sven Günther, STIFT

 

www.stift-thueringen.de    www.jugendforschtthueringen.de   www.jugend-forscht.de


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Ansprechpartner


Dr. Sven Günther

Vorstand

+49 (0)361 78923-50

sven.guenther(at)stift-thueringen.de

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