Sonntag, 20. Mai 2012

Jugend forscht kürt Bundessieger in Erfurt

(Erfurt, 20.05.2012) Heute wurden in Erfurt die Sieger des 47. Bundeswettbewerbs Jugend forscht gekürt. Die Thüringer Teilnehmer wurden mit einer Platzierung und 4 Sonderpreisen ausgezeichnet.

 

Von den 187 Teilnehmern aus der gesamten Bundesrepublik, die sich im Wettbewerb 2012 gegen fast 11.000 Jugendliche durchgesetzt hatten, waren auch 18 Teil-nehmer mit 7 Projekten aus Thüringen vertreten.

 

„Allen Jungforschern gratulieren wir zu ihrem Erfolg. Stolz sind wir auf die Qualität der Projekte und das Auftreten sowie das Engagement der Thüringer Teilnehmer. Sie haben sich selbst und Thüringen würdig vertreten.“ sagte Professor Bornkessel, Vorstand der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) und in diesen Jahr Bundespatenbeauftragter am Rande der Preisverleihung, die unter Anwesenheit von Frau Bundesministerin Prof. Dr. Schavan und dem stellvertretenden Thüringer Ministerpräsidenten und Kultusminister Matschie im Eissportzentrum Erfurt stattfand.

 

Den 3. Preis (500 €) im Fachgebiet Arbeitswelt der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Ursula von der Leyen, konnte das Team Georg Sauer, Philipp Jagusch und Malte Brammerloh von der Friedrich-Schiller-Universität Jena bzw. der Georg-August-Universität Göttingen für ihre „Technische Kommunikationsunterstützung für taubblinde Menschen“ erzielen. Der von ihnen entwickelte Vibrations-Handschuh erlaubt es Taubblinden, jeden ihrer Mitmenschen zu verstehen und eröffnet durch einfache Verbindung mit dem Computer oder einem Smartphone völlig neue Kommunikationswege. Dabei erfasst der Nutzer Wörter, indem die einzelnen Buchstaben mittels Vibration auf speziellen Punkten der Handfläche und Finger übertragen werden. Dafür erhielten Sie zudem den Sonderpreis des VDI für mikroelektronische Anwendungen (1.000 €).


Für ihre selbst gebaute Mini-Biogasanlage erhielten Andre Krause, Frank Kühmstedt und Sebastian Wendt vom Angergymnasium Jena einen Sonderpreis für Umwelttechnik (1.000 €). Ihre Anlage wird mit nachwachsenden Rohstoffen, aber auch mit Bio-Abfallprodukten betrieben und ist so ausgelegt, dass sie den Bedarf eines Einfamilienhaushalts deckt.


Mit einer Einladung zum Besuch des Joint Research Centre in Italien wurde das Projekt von Linn Bieske von der Goetheschule Ilmenau ausgezeichnet. Sie präsen-tierte ein Display mit einem Sichtschutz, der Computermonitore sicherer machen soll, aber auch auf Spielkarten gegen Schummelversuche, etwa beim Pokern eingesetzt werden könnte.


Wie Zusatzstoffe von Kunststoffe auf lebende Zellen wirken, untersuchten Robert Gottschall, Toni Hallecker und Filipp Fröbel vom Gymnasium Gleichensee, Ohrdruf anhand von Leuchtbakterien. Ihnen gelang es, einen biologischen Toxizitätstest zu entwickeln, mit dem sie möglicherweise gesundheitsschädliche Substanzen aus Kunststoffen identifizieren lassen. Für ihr Projekt erhielten sie den Sonderpreis für Sicherheit in Chemie und Werkstofftechnik (500 €).


Die STIFT vergab den Preis des Bundespaten an den Bundessieger im Fachgebiet Physik, Timm Piper aus Cochem, Rheinland-Pfalz. Für seine Arbeit, die sich mit kontrastreichen Mikroskopaufnahmen beschäftigt, erhält er eine Einladung zu einem Forschungsaufenthalt am Beutenberg Campus in Jena. Bei einem 4wöchigen Intensivpraktikum, inklusive Kost und Logis wird Herrn Piper durch die Forscher ein exklusiver Einblick in die optische und photonische Spitzenforschung gewährt.

 

Thüringen war erstmals Gastgeber des Bundesfinales von „Jugend forscht“ und hat sich vom 17. bis 20. Mai 2012 allen Teilnehmern und Gästen als Ort von Wissen-schaft, Forschung, aber auch Kultur und Lebensfreude präsentiert. „Ohne die vielfältige Unterstützung von Spendern und dem Land wäre diese tolle Veranstaltung so nicht möglich gewesen!“ bedankt sich Prof. Bornkessel im Namen des diesjährigen Bundespaten STIFT.


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Ansprechpartner


Dr. Sven Günther

Geschäftsführer

+49 (0)361 78923-50

sven.guenther(at)stift-thueringen.de

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