Friedrich-Schiller-Universität Jena: „Faserbiosensorik“
(Laufzeit: 2012 – 2016)

Die Stiftungsprofessur zur Faserbiosensorik wird mit ihrem interdisziplinär angelegten Forschungsgebiet die beiden Themenschwerpunkte des IPHT „Biophotonik“ und „Faseroptik“ inhaltlich und technologisch verknüpfen und damit zu einer Stärkung und Schärfung des wissenschaftlichen Institutsprofils beitragen. Damit wird sowohl die Grundlagenforschung als auch die Entwicklung von Methoden und Instrumenten für die Anwendung der Fasersensorik in den Lebenswissenschaften am IPHT deutlich verstärkt.

 

Die Anwendungsgebiete für faserbasierte Sensoren reichen vom Nachweis von Spuren verschiedenster Substanzen in Gasen und Flüssigkeiten über Sensornetzwerke für die Überwachung großflächiger Ökosysteme bis hin zu faserbasierten optischen Ausleseverfahren in der Analytik oder der Endoskopie, wie sie bei der modernen Gewebediagnostik eingesetzt werden.

 

Die Besetzung erfolgte am 1. November 2012 mit Markus Schmidt. Der gebürtige Hamburger studierte in seiner Heimatstadt Physik und promovierte 2006 auf dem Gebiet nichtlinearer photonischer Bauteile. Danach war der 37 Jährige am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts als Gruppenleiter tätig und entwickelte neuartige Verfahren zur Herstellung und Charakterisierung von hybriden Glasfasern. Nach einem einjährigen Forschungsaufenthalt als Gastwissenschaftler am Imperial College London kehrte Schmidt ans Max-Planck-Institut zurück und absolvierte seine Habilitation an der Universität Erlangen-Nürnberg.

 

Mit dieser synergetischen Kombination von zwei international herausragenden Forschungsthemen des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) wird das Institut in die Lage versetzt, neuartige wissenschaftliche und technische Lösungen auf gesellschaftlich wichtigen Gebieten wie der Chemo- und Bioanalytik, der biomedizinischen Diagnostik, der Umweltüberwachung oder der Sicherheitstechnik zu erforschen und zu entwickeln. Entsprechend dem Leitmotiv des IPHT „From Ideas to Instruments“ werden hieraus perspektivisch innovative Verfahren und Systeme für die Thüringer Optikindustrie entstehen.

 

Die Professur „Faseroptik mit einem Anwendungsschwerpunkt zur Sensorik in den Lebenswissenschaften“ wird an der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena beheimatet sein. Besonders eng wird sie mit der Biologisch-Pharmazeutischen und der Medizinischen Fakultät sowie mit den lebenswissenschaftlichen außeruniversitären Instituten der Region kooperieren. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät gibt es bereits. 

 

Die Finanzierung wird anteilig durch die STIFT sowie die Analytik Jena AG getragen. Die Fortführung der Professur über weitere fünf Jahren ist durch die Universität mittels der Beteiligung Dritter gesichert.

 

 

Kontakt vor Ort

Prof. Markus Schmidt

Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V.

Prof. Dr. Markus Schmidt

Albert-Einstein-Straße 9

07745 Jena  

 

Telefon:      +49 (0)3641 206-200

E-Mail:        markus.schmidt@ipht-jena.de