Montag, 08. Juni 2020

MINT-Regionen in Corona-Zeiten überwiegend gut aufgestellt durch kreative Angebote und gute Netzwerkarbeit

Umfrage der Körber-Stiftung und des MINT-Länderbeirat zeigt deutschlandweites Stimmungsbild außerschulischer MINT-Initiativen


Die Corona-Pandemie ist auch für die MINT-Bildung in Deutschland eine immense Herausforderung. Schulen arbeiten im Notbetrieb, außerschulische Lernorte sind bis auf Weiteres mehrheitlich geschlossen und Netzwerkarbeit ist nur im virtuellen Raum möglich.

Was bedeutet das für die 130 MINT-Regionen in Deutschland? Wie gehen sie mit der aktuellen Situation um? Welche Lösungen haben sie bereits gefunden? Und wie sieht der Blick in die nähere Zukunft aus – sowohl für die Beschäftigten als auch für die Netzwerkarbeit?

Um ein Stimmungsbild der Lage außerschulischer MINT-Initiativen einzufangen, hat die Körber-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem MINT-Länderbeirat, zu dem auch die STIFT gehört, unter regionalen MINT-Netzwerken eine umfangreiche Umfrage durchgeführt. Mehr als 90 MINT-Netzwerke haben sich beteiligt und einen Einblick in ihre aktuelle Lage gegeben.

Die Umfrage zeigt, dass die Netzwerke bisher mehrheitlich flexibel auf die Umstände und Einschränkungen reagieren konnten, indem sie beispielsweise die Netzwerkarbeit in den virtuellen Raum verlegen, sowie neue kreative Angebote entwickeln.

Beim Blick in die nähere Zukunft zeigen die Erwartungshaltungen der MINT-Netzwerke ein eher heterogenes Bild. Insbesondere der Rückgang finanzieller sowie operativer Unterstützung durch Unternehmen sehen viele Netzwerke als mittelfristiges Problem an.

Bei der Umfrage handelt es sich um eine Momentaufnahme. Die Auswirkungen der Corona-Krise werden die MINT-Netzwerke voraussichtlich erst zeitverzögert erreichen. Eine zweite Umfrage ist daher für den Herbst geplant und wird ebenfalls von der STIFT unterstützt. Vereine, Unternehmen und Personen, die in der Thüringer MINT-Bildungslandschaft aktiv sind und deren Arbeit durch die Corona-Krise vor übergroße Herausforderungen gestellt hat sind eingeladen, mit der STIFT Kontakt aufzunehmen und ihre Erfahrungen in die nächste Umfrage einfließen zu lassen.

Eine Zusammenfassung der Umfrage-Ergebnisse finden Sie unten beigefügt.

 

Ansprechpartner:

Dr. Sebastian Germerodt
Projektleiter Schülerforschungszentren Thüringen / MINT-Regionen
Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT)
sebastian.germerodt@stift-thueringen.de
0361 78923-52


Hintergrund Umfrage:

Die unmittelbaren Folgen der Corona-Krise auf den Bereich der Bildung wurden bereits von vielen Perspektiven aus beleuchtet. In Zeiten, in denen über vielen Wochen kein Präsenzunterricht in den Schulen stattfand und im Anschluss ebenfalls nur ein eingeschränkter Regelbetrieb möglich ist um eine erneute Ausbreitungswelle flach zu halten, liegt der allgemeine öffentliche Fokus nicht auf den außerschulischen und fakultativen MINT-Angeboten für Schüler*innen.
Trotzdem lohnt ein Blick genau dorthin, da gerade hier viele mittelgroße Netzwerke, sowie Klein- und Kleinstinitiativen, häufig mit unsteter Finanzierungslage, über Jahre wertvolle Strukturen aufgebaut haben. Diese drohen nun ins Wanken zu geraten, da Angebote nicht besucht werden können, Träger keine Räumlichkeit zur Verfügung stellen können, sowie Finanzierungen und Unterstützungen von Partner in Zeiten der Krise womöglich abgezogen werden. Um eine Einschätzung der aktuellen Situation zu erhalten, startete die Körber-Stiftung mit den Landesnetzwerken in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen sowie der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ in Baden-Württemberg und dem Nationalen MINT Forum eine gemeinsame Umfrage.

Hintergrund STIFT:

Die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) fördert seit ihrer Gründung 1993 selbstlos Wissenschaft, Forschung und Technologie. Als gemeinnützige, unabhängige Institution unterstützt sie Thüringer Akteure in Bildung, Forschung, Entwicklung, Innovation und Unternehmertum – von der kindlichen Neugier bis zum brillanten Forschergeist, von der innovativen Geschäftsidee bis zum erfolgreichen Technologieunternehmen.
Um das Interesse und Talent für MINT*-Fächer (*Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu fördern, engagiert sich das Jungforscher-Netzwerk der STIFT bereits in Kindergärten und Grundschulen. An Interessierte und Begabte der höheren Klassenstufen richten sich anspruchsvolle Angebote in den Schülerforschungszentren sowie die „Jugend-forscht-Wettbewerbe“.
Die STIFT ist als Landesnetzwerk für außerschulische MINT-Initiativen Teil des Länderbeirates zu dem auch das Nationale MINT Forum, die Körber-Stiftung, das zdi-Netzwerk in NRW, das MINT-Netz Bayern, die MINT-Allianz Bayern, zum Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ in Baden-Württemberg und die MINT-Regionen Rheinland-Pfalz gehören.


Ergebnisse_Umfrage_MINT-Regionen_05.20_final.pdf340 K

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Ansprechpartner


Dr. Sven Günther

Vorstand

+49 (0)361 78923-50

sven.guenther(at)stift-thueringen.de

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