Samstag, 30. Januar 2021

GYPT Regionalwettbewerb Thüringen findet erstmalig statt

Die pandemiebedingten Schulschließungen und die Umstellung auf digitale Formate machen es schwierig, Schülerinnen und Schüler mit außerunterrichtlichen Angeboten zu erreichen und für neue Themen zu begeistern. Dies gilt besonders für den naturwissenschaftlichen Bereich, da Alternativen für das gemeinsame Experimentieren gefunden werden müssen. Die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) hat in ihrer Initiative „Jungforscher Thüringen“ eine Palette aktivierender digitaler Angebote konzipiert und macht diese thüringenweit verfügbar.

 

Eine erfreuliche Entwicklung gibt es aktuell im Feld der Physikwettbewerbe: "Hier ist es gelungen, für einen etablierten bundesweiten Wettbewerb im Corona-Schuljahr 2020/21 erstmals einen Thüringer Regionalausscheid auf die Beine zu stellen:

 

Beim „German Young Physicists Tournament“ (GYPT) gehen Deutschlands absolute Spitzentalente auf dem Gebiet der Physik in einen harten Wettstreit. „Das Turnier dient der Auswahl einer deutschen Physik-Nationalmannschaft“, erklärt Dr. Thomas Kaiser, Physiker und Leiter des Schülerforschungszentrums Gera, bei dem alle Fäden für den Wettbewerb in Thüringen zusammenlaufen.

 

Am 30. Januar 2021 fand erstmalig der Thüringer Regionalausscheid zum GYPT statt. „Unsere Gewinner werden nun am Bundesausscheid teilnehmen, organisiert durch die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG), und danach möglicherweise international starten.“, berichtet Kaiser. Der Wettbewerb ist anspruchsvoll: Zunächst wird eines von 17 vorgegebenen physikalischen Phänomenen zu Hause untersucht, im Team diskutiert und die Analyse in englischer Sprache durch ein Teammitglied präsentiert. Ein Mitglied eines gegnerischen Teams führt eine „Opposition“ und sucht Schwachstellen in der Argumentation. „Auf diese Weise soll eine echte wissenschaftliche Konferenz simuliert werden.“, so Kaiser.

 

Die Durchführung des GYPT stellte die Organisatoren in der Zeit der Corona-Pandemie vor große Herausforderungen: „Als klar war, dass keinerlei Präsenz-komponenten möglich sein würden, haben wir uns frühzeitig an die Umsetzung einer voll digitalen Variante ‚von zu Hause‘ gemacht. Es war uns wichtig, den Teilnehmenden trotz aller Einschränkungen eine verlässliche Perspektive zu bieten“, meint Kaiser. Unterstützung kam von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG), die u.a. die Preise finanzierte, und von ehemaligen Teilnehmenden des GYPT. „Ohne sie wäre es nicht gegangen. Auch Prof. Cartarius vom Lehrstuhl Physikdidaktik der Friedrich-Schiller-Universität Jena gebührt mein großer Dank. Er war sofort bereit, seinen Samstag zu opfern um als Juror mitzuwirken“, berichtet Kaiser. Die STIFT steuerte essenzielle Audio-Video-Hardware bei und die Friedrich-Schiller-Universität stellte ihr datensicheres Videokonferenzsystem zur Verfügung. Das Event fand statt als Live-Webkonferenz mit Einspielung vorab aufgezeichneter Videos.

Mit 14 Anmeldungen ist der Thüringer GYPT bereits bei seiner erstmaligen Durchführung im Schuljahr 2020/21 der drittgrößte GYPT-Regionalwettbewerb in ganz Deutschland. „Darauf sind wir sehr stolz. Es ist wichtig, Schülerinnen und Schülern die Verfolgung ihrer Interessen trotz Pandemie soweit es geht zu ermöglichen“, so Dr. Sebastian Germerodt, Projektleiter der Thüringer Schülerforschungszentren bei der STIFT.

 

Die Teilnehmer des ersten GYPT Regionalwettbewerbs kamen von zwei Thüringer Gymnasien mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Spezialschulteil: dem Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt und dem Carl-Zeiss-Gymnasium Jena.

 

Über eine Einladung zum digitalen Bundesausscheid vom 5.-7. März 2021 freuen sich:

•    1. Platz: Nils Kasper (Team Satz von Gong, Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt)
•    2. Platz: Daniel Cermann (Team Satz von Gong, Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt)
•    3. Platz: Meret Urban (Team LiMe, Carl-Zeiss-Gymnasium Jena)
•    4. Platz: Jannik Weber (Team Schrödingers Wissen, Carl-Zeiss-Gymnasium Jena)
•    5. Platz: Lamitta Ibrahim (Team Apollo 11, Carl-Zeiss-Gymnasium Jena)
•    6. Platz: Maria Bondarenko (Team Apollo 11, Carl-Zeiss-Gymnasium Jena)



Ansprechpartner:

Dr. rer. nat. Thomas Kaiser
Koordinator MINT-Region Ostthüringen
Leiter Schülerforschungszentrum Gera, Tinzer Str. 39, 07546 Gera
Telefon: 0163 773 83 71
E-Mail: sfz-gera(at)jungforscher-thueringen.de 



Hintergrund German Young Physicists Tournament (GYPT)
Das German Young Physicists Tournament ist ein bundesweiter Physik-Wettbewerb, bei dem Teams gegeneinander antreten und ihre Lösung zu vorgegebenen, physikalischen Problemen auf Englisch präsentieren. Anschließend muss die eigene Lösung und Bearbeitung in einer zeitlich begrenzten Diskussion jeweils gegen ein gegnerisches Team verteidigt werden. In insgesamt 14 Regionalwettbewerben werden die besten Schülerinnen und Schüler ermittelt, die ihre Region beim GYPT Bundeswettbewerb vertreten. Erstmals richtet auch Thüringen im Jahr 2021 einen regionalen (digitalen) Wettbewerb aus, organisiert vom Schülerforschungszentrum Gera. Der Bundeswettbewerb 2021 wird am 6. und 7. März als digitale Veranstaltung ausgetragen. | mehr: www.gypt.org


Hintergrund Schülerforschungszentren:
Schülerforschungszentren sind außerschulische Lernorte mit bedarfsgerechten Angeboten in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Hier erhalten Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren – unabhängig von der Schulart - die Möglichkeit, ihrer Freude am Entdecken und Forschen nachzugehen. Dazu werden beispielsweise wöchentliche Forscherclubs, Ferienworkshops und gemeinsame Aktionen mit Unternehmen der Region angeboten. Aktuell gibt es Schülerforschungszentren an 10 Standorten in Thüringen: Erfurt (2), Jena, Gera, Nordhausen, Ilmenau, Schmalkalden, Waltershausen, Rudolstadt und Gotha. Die Thüringer Schülerforschungszentren werden koordiniert von der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) und gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) und dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) finanziert | mehr: jungforscher-thueringen.de/sfz 

Hintergrund STIFT
Die STIFT fördert seit ihrer Gründung 1993 selbstlos Wissenschaft, Forschung und Technologie. Als gemeinnützige, unabhängige Institution unterstützt sie Thüringer Akteure in Bildung, Forschung, Entwicklung, Innovation und Unternehmertum – von der kindlichen Neugier bis zum brillanten Forschergeist, von der innovativen Geschäftsidee bis zum erfolgreichen Technologieunternehmen. Um das Interesse und Talent für MINT-Fächer zu fördern, engagiert sich das "Jungforscher"-Netzwerk der STIFT bereits in Kindergärten und Grundschulen. An Interessierte und Begabte der höheren Klassenstufen richten sich anspruchsvolle Angebote in den Schüler-forschungszentren sowie die Jugend forscht Wettbewerbe. Auch daran anschließend wirkt die STIFT mit – beispielsweise bei der Begleitung von jungen Gründern durch die Gründungsexperten von ThEx innovativ, der Unterstützung internationaler Vernetzung durch das Enterpreise Europe Network oder der Würdigung gestandener innovativen Unternehmen mit dem Innovationspreis Thüringen. | mehr: www.stift-thueringen.de 


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Ansprechpartner


Dr. Sven Günther

Vorstand

+49 (0)361 78923-50

sven.guenther(at)stift-thueringen.de

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