Donnerstag, 28. März 2013

Thüringen – idealer Standort für innovative Gründungen

In Thüringen gibt es im Jahr etwa 290 innovative Gründungen. Innovative Gründungen zeichnen sich durch hohe Wertschöpfung und überdurchschnittliches Wachstum aus. 3 Jahre nach Gründung haben sie in Thüringen im Durchschnitt bereits 10 Mitarbeiter und über 40 % einen Umsatz von mehr als 500.000  €. Fast 90 % sehen Thüringen als idealen Standort für ihre Gründung an. Dies geht aus einer gerade veröffentlichten Studie des Thüringer Netzwerk für Innovative Gründungen (ThürInG) hervor.
   

(Erfurt, 28.03.2013) Heute hat das Thüringer Netzwerk für Innovative Gründungen (ThürInG) die Studie „Innovative Gründungen in Thüringen – Entwicklung und Ausblick“ veröffentlicht. „Innovative Gründungen liefern den notwendigen Ideen-Input für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Thüringen. Die ThürInG-Studie zeigt, dass die Unterstützung dieses vergleichsweise kleinen Gründersegments enorm wichtig und lohnenswert ist, weil hier Wertschöpfung und Beschäftigungseffekte besonders hoch sind“, wertet Wirtschaftsminister Matthias Machnig die Studienergebnisse:

Auf Basis einer Auswertung der quantitativen Erfassung des bundesweiten Gründungsgeschehens durch das Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sowie aufgrund eigener umfangreicher Gründerbefragungen ergibt sich für den Freistaat Thüringen folgendes Bild:

 

Das Gründungsniveau liegt auf dem Gebiet der High-Tech-Gründungen in den letzten Jahren in Thüringen konstant bei ca. 290 Gründungen p. a. Dazu zählen das innovative Gewerbe mit Hoch- und Spitzentechnologie und die technologieorientierten Dienstleistungen. Dem innovativen Gewerbe als harter Kern der innovativen Gründungen sind dabei ca. 50 Gründungen p. a. zuzurechnen. Gemessen an allen Gründungen sind innovative Gründungen eher selten – in Deutschland wie in Thüringen. Bei den wertvollen Hoch- und Spitzentechnologiegründungen liegt Thüringen über dem Bundesdurchschnitt, bei den technologieorientierten Dienstleistungen, die vor allem in Großstädten entstehen, darunter. Obwohl Thüringen strukturell keine Metropolen aufweist, liegt der Freistaat insgesamt mit durchschnittlich 3,5 Gründungen pro 100.000 Erwerbsfähige p. a. gleichauf mit dem Bundesdurchschnitt. Regionale Spitzenreiter bei innovativen Gründungen sind Erfurt und Jena (durchschnittlich 37 und 33 p. a.).Der „typische“ innovative Gründer ist männlicher Akademiker, älter als 30, gründet im Team, und zwar überwiegend als GmbH und mit großer zeitlicher Distanz zur universitären Ausbildung. Dabei spielen der Wunsch nach Unabhängigkeit und Selbstständigkeit sowie die Verwirklichung der eigenen Geschäftsidee als primäre Beweggründe für die Unternehmensgründung die ausschlaggebende Rolle. Wenig bedeutsam für innovative Gründer sind hingegen extrinsische Faktoren wie drohende Arbeitslosigkeit oder bessere Verdienstmöglichkeiten. Seltener verfügen sie über betriebswirtschaftliche Kenntnisse oder auch Managementerfahrungen, nutzen aber zunehmend generelle und spezielle Gründungsberatung.

 

Und sie wachsen: Im 3. Geschäftsjahr haben die innovativen Unternehmen im Durchschnitt bereits 10 Mitarbeiter, machen mehr als 40 % bereits einen Umsatz von mehr als 500.000 €, knapp 6 % sogar über 5 Mio. €. Dabei sehen fast 90 % der Befragten Thüringen als idealen Standort für ihre Gründung an.

 

Zentrale Herausforderungen innovativer Gründer sind Finanzierung, Marketing, Vertrieb sowie Unternehmens- und Mitarbeiterführung. An diesen Schwerpunkten orientiert hat ThürInG ein speziell auf die Bedürfnisse innovativer Gründer zugeschnittenes Veranstaltungs- und Coachingangebot aufgebaut – von Netzwerkveranstaltungen wie dem Thüringer Elevator Pitch oder EXIST in Action, über Präsentationstrainings, Prämierungsveranstaltungen zu den Wettbewerben, Workshops zu den o.g. Themen und intensiven Coachings. Um insbesondere auch Gründungsinteressierte aus dem Hochschulumfeld kompetent zu unterstützen und zu beraten, wurde mit dem Thüringer Hochschul-Gründernetzwerk eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, die das Angebot des ThürInG optimal ergänzt.

 

„Wir sehen gute Ansätze, zusammen mit unseren Netzwerkpartnern die Rahmenbedingungen in Thüringen weiter zu verbessern“, zieht Dr. Merle Fuchs, Head Coach des ThürInG, Resümee. „So konnten wir bereits mit den Thüringer Kammern, Gründerzentren und Hochschulen einen dreistufigen Thüringer Gründer-Wettbewerb mit flankierenden Veranstaltungen etablieren. Dieser ist deutschlandweit einzigartig und bietet eine besonders umfangreiche Betreuung von der Idee bis in die Wachstumsphase. Die Kooperation und die Sichtbarkeit der allgemeinen und zielgruppenspezifischen Unterstützung für Gründer und KMU wird durch den Ausbau der Zusammenarbeit mit dem Thüringer Hochschul-Gründernetzwerk und weiteren regionalen Akteuren sowie die Zusammenarbeit mit den Partnern im Rahmen des Thüringer Zentrum für Existenzgründung und Unternehmertum (ThEx) weiter gestärkt.“

 

Kontakt:

Dr. Merle Arnika Fuchs

Headcoach des Thüringer Netzwerk für Innovative Gründungen



thuering_studie_26032013.pdf1.5 M

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Ansprechpartner


Dr. Sven Günther

Vorstand

+49 (0)361 78923-50

sven.guenther(at)stift-thueringen.de

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