Montag, 23. Dezember 2013

Lichtblicke bei Thüringer High-Tech-Gründungen

In Thüringen wagten im Jahr 2012 etwa 3.179 Gründerinnen und Gründer den Schritt in die unternehmerische Selbstständigkeit – ca. 6,5% von ihnen stammen aus dem High-Tech-Bereich. Mit 205 innovativen und technologieorientierten ging die Gründungsaktivität im High-Tech-Bereich 2012 um ein Viertel zurück, in der gesamten Bundesrepublik waren es 17%. Lichtblick ist die Thüringer Spitzentechnologie. Hier wurden im Jahr 2012 entgegen dem allgemeinen Trend doppelt so viele Unternehmen gegründet, wie noch im Jahr zuvor. Dies geht aus einer gerade veröffentlichten Studie des Thüringer Netzwerk für Innovative Gründungen (ThürInG) hervor.


Heute hat das Thüringer Netzwerk für Innovative Gründungen (ThürInG) die Studie „Innovative Gründungen in Thüringen – Entwicklung und Ausblick 2013“ veröffentlicht. Innovative Gründungen ermöglichen die Erzielung hoher Renditen und damit einhergehend die Schaffung überdurchschnittlich vieler, hochwertiger Arbeitsplätze für das Land Thüringen.

 

Daher ist es besonders wichtig und lohnenswert, weiterhin in die Unterstützung dieses kleinen, aber bedeutenden Gründersegments zu investieren.

 

Die ThürInG-Studie zeigt, dass sowohl bundesweit als auch in Thüringen ein eher rückläufiger Trend im Bereich Unternehmensgründungen generell, aber auch bei den innovativen Gründungen zu erkennen ist. Positiv herauszustellen ist die Situation Thüringens in den innovativen Bereichen der forschungsintensiven Industrie. Hier ist Thüringen gegenüber den bundesdeutschen Durchschnittswerten besser aufgestellt. Der Thüringer Anteil an Spitzentechnologiegründungen an allen Gründungen ist mit 0,5% fast doppelt so hoch wie der gesamtdeutsche Anteil, die absolute Zahl hat sich im Jahr 2012 von 8 auf 16 verdoppelt.

 

Regionale Spitzenreiter im Thüringer High-Tech-Gründungsbereich sind Jena und Erfurt mit durchschnittlich 36 bzw. 34 Gründungen pro Jahr.

 

Auch die Wagniskapital-Investitionen konnten das hohe Niveau von 2011 halten.  In Thüringer Unternehmen werden im Durchschnitt 102 € VC-Kapital pro Erwerbsfähigem jährlich investiert - das Gesamtinvestitionsvolumen im Jahr 2012 (142.350.000 € in 32 Unternehmen) ist fast zehn Mal so hoch, wie noch im Jahr 2009.

 

Im Hinblick auf EXIST-Gründerstipendien, schafft es Thüringen mit 1,18 Anträgen pro 1.000 Studierende im bundesweiten Vergleich auf den dritten Platz. Bemerkenswert ist die 100%ige Bewilligungsquote der Bauhaus-Universität Weimar.

 

Diese Ansätze eines Trends gilt es zu stabilisieren und durch entsprechende Beratungsangebote zu begleiten.

 

Auf Basis der quantitativen Erfassung des bundesweiten und Thüringer Gründungsgeschehens sowie anhand gründungspezifischer Expertenmeinungen und Fallstudien erfolgreicher Thüringer Gründer eruiert die Studie Handlungsempfehlungen für die Förderakteure in der Thüringer Gründungslandschaft. Dabei werden insbesondere auch die Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche, innovative Unternehmensgründung herausgestellt, aber auch kritische Phasen und Stolpersteine auf dem Weg zum eigenen Unternehmen beleuchtet.

Die detaillierte Darstellung der Ergebnisse finden Sie hier zum Download sowie unter www.innovativ-gruenden-thueringen.de 

 

>>Download Studie


Kontakt:
Dr. Sven Günther, ThürInG-Projektleiter   
Dr. Merle Arnika Fuchs, ThürInG-Headcoach

Thüringer Netzwerk für Innovative Gründungen (ThürInG)
c/o Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT)


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Ansprechpartner


Dr. Sven Günther

Vorstand

+49 (0)361 78923-50

sven.guenther(at)stift-thueringen.de

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