Montag, 23. Mai 2011

Bundeswettbewerb Jugend forscht 2011 in Kiel: Thüringer Jungforscher erfolgreich wie lange nicht!

 

(Erfurt, 23.05.2011) Die Thüringer Teilnehmer am 46. Bundeswettbewerb Jugend forscht kehren mit einer Platzierung und einer Vielzahl an Sonderpreisen aus Kiel zurück. Gewonnen haben sie neue Erkenntnisse, Erfahrungen, Motivation und Eindrücke. Sie gehörten zu den 195 Teilnehmern aus der gesamten Bundesrepublik, die sich im Wettbewerb 2011 gegen annähernd 11.000 Jugendliche durchgesetzt haben.

 

„Wir gratulieren allen Teilnehmern zu diesem Erfolg und sind stolz über die Qualität der Projekte und das Auftreten sowie das Engagement der Thüringer. Sie haben sich selbst und Thüringen würdig vertreten“, freut sich Prof. Bornkessel, Vorstand der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT). „Gleichwohl gilt unser herzlicher Dank den Wettbewerbsleitern, Betreuungslehrern, Forschungspaten, Eltern und Patenunternehmen, ohne die dies nicht möglich gewesen wäre.“

 

Dabei erwiesen sich die Thüringer Projekte in Kiel als echte Publikumsmagneten und ernteten viel Jurylob.

 

Im Ergebnis wurde die Leistung der Thüringer Teilnehmer mit 7 der 69 Sonderpreise und einer Platzierung anerkannt – ein Resultat, wie es schon lange nicht mehr erreicht wurde.

 

Neben dem 5. Preis (250 €) im Fachgebiet Arbeitswelt der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Ursula von der Leyen, konnten Jana Schill und Laura Spillner vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erfurt für ihre „Evolutionsstrategien zur Lösung von Optimierungsproblemen“ auch den Preis für eine technikorientierte Arbeit eines Mädchens (1.000 €) des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall erzielen. Mit der von ihnen entwickelten Software gelang es ihnen, die Leistungen einer Wasserturbine deutlich zu verbessern.

 

Mit ihren Untersuchungen zu Behandlungsmöglichkeiten der Akromegalie – einem krankhaften Überschuss an Wachstumshormonen – gewannen Yvonne Stellmach, Tim Schmäche und Sven Westermann den Sonderpreis für Neurowissenschaften (500 €) im Fachgebiet Biologie.

 

Kristin Endter, Gotheschule Ilmenau, beschäftigte sich in ihrem Projekt mit der thermischen Analyse von PET-Flaschen mit Hilfe der Dynamischen Differenz-Kalorimetrie und kam zu der Erkenntnis, dass die thermische Instabilität des Materials nicht direkt von der Kristallinität abhängt. Sie erhielt den Sonderpreis für Sicherheit in Chemie und Werkstofftechnik (500 €) des Adolf-Martens Fonds e.V.

 

Lichtverhältnisse möglichst realistisch zu simulieren, ist das Ziel eines jeden Computergrafikprogramms. Vincent Knyrim und Erik Schultheis vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt widmeten sich einem besonders ausgefeilten Verfahren, dem Raytracing, mit dem sich die Lichtausbreitung am Rechner naturgetreu nachbilden lässt. Mit ihrer Software „LyskY“ können die Jungforscher nicht nur alltägliche Lichtverhältnisse nachstellen, sondern auch exotische Situationen. Für ihre Arbeit aus dem Fachgebiet Mathematik/Informatik erhielten Sie den Sonderpreis für Informationstechnik (1.000 €) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V.

 

Den Sonderpreis für Robotik (1.000 €) erhielten auch Jagdip Kang, Lukas Schuchard und Johann Skatulla vom Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt für ihren autonomen Roboter mit genetisch-algorithmisch erlerntem Selbstbild im Fachgebiet Technik.

 

Mit den „HF-Eigenschaften strukturierter Dünnfilmschichten auf Glas – Realisierung innovativer Antennen“ beschäftigt sich Linn Bieske von der Goetheschule in Ilmenau. Mit ihrem Projekt im Fachgebiet Physik konnte sie ebenfalls zwei Sonderpreise erzielen: den Preis für Naturwissenschaften und Technik (500 €) der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung sowie den Preis für Mobilfunk (750 €) des Informationszentrum Mobilfunk e.V. Da Wärmedämmgläser den WLAN- und Handyempfang deutlich behindern, untersuchte Linn Bieske, ob sich die Beschichtung so modifizieren lässt, dass die Funkwellen weniger stark abgeschirmt werden. Mit unterschiedlichsten Versuchen fand sie heraus, dass millimeterbreite Schlitze in der Beschichtung der Gläser die Funkwellen besser passieren lassen. Dies geschieht, ohne eine nennenswerte Minderung der Wärmedämmung.

 

Mit dem Ende der 46. Wettbewerbsrunde 2011 gab die Stiftung Jugend forscht e.V. Hamburg auch den Austragungsort und das Patenunternehmen für den 47. Bundeswettbewerb Jugend forscht 2012 bekannt: Am 20. Mai 2012 werden die begehrten Preise in Erfurt vergeben, Bundespate ist dann die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT).


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