Donnerstag, 31. März 2011

Thüringens talentierte Nachwuchsforscher überzeugen: Die Jugend forscht Landessieger 2011 stehen fest

 

Für den 46. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 18 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Thüringen qualifiziert. Die Landessieger 2011 wurden am 30.03.2011 in Jena im Rahmen einer Feierstunde ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, der von der Jenoptik AG ausgerichtet wurde, waren 69 Schülerinnen und Schüler mit insgesamt 29 Forschungsarbeiten angetreten.

 

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt sind Jana Schill (17) und Laura Spillner (16) vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erfurt. Die beiden Jungforscherinnen programmierten eine Computersoftware, mit der die Leistung einer sogenannten Kapler-Turbine verbessert werden kann. Diese wird in Wasserkraftwerken zur Erzeugung von elektrischer Energie eingesetzt. Kristin Reich (17), Antje Prohaska (18) und Julia Meyfarth (18) vom Ernestinum in Gotha untersuchten die Fledermauspopulation im Schlosspark ihrer Heimatstadt. Mithilfe verschiedener Nachweismethoden gelang es den Biologie-Landessiegerinnen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Vorkommen der nachtaktiven Tiere in diesem Gebiet zu gewinnen.

 

Bei der Befüllung von PET-Flaschen mit heißer Flüssigkeit kann es zu Verformungen der Flaschen kommen. Kristin Endter (17) von der Goetheschule Ilmenau ging diesem Problem auf den Grund und analysierte das Schmelz- und Kristallisationsverhalten von Kunststoff, der zur Herstellung der Flaschen verwendet wird. Mit ihrem innovativen Projekt überzeugte sie die Jury im Fachgebiet Chemie. Jörg Cyriax (18), Maximilian Strohner (18) und Mathias Peter (17) vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erfurt konnten sich im Fach Geo- und Raumwissenschaften durchsetzen. Die Nachwuchswissenschaftler entwickelten ein Gerätesystem, das Mineraleinlagerungen in Salzlagerstätten zugleich aufspüren und abbauen kann.

 

Vincent Knyrim und Erik Schultheis vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erfurt entwickelten ein Computerprogramm, das realistische Bilder erzeugt und dabei physikalische Phänomene wie Reflexion oder Brechung berücksichtigt. Die 18-Jährigen siegten in Mathematik/Informatik. Wärmeschutzverglasungen reduzieren die Energiekosten, beeinträchtigen aber andererseits die drahtlose Kommunikation via Handy oder WLAN. Zur Lösung dieses Problems konstruierte Linn Bieske (17) von der Goetheschule Ilmenau, Landessiegerin im Fach Physik, eine spezielle in das Fenster integrierte Antenne, die als dünne Schicht auf der Glasscheibe aufgebracht ist.

 

Einen autonomen Roboter konstruierten die Technik-Landessieger Jagdip Kang (17), Lukas Schuchard (16) und Johann Skatulla (17) vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erfurt. Anstatt festgelegte Bewegungsabläufe auszuführen, erlernt und verbessert dieser Roboter seine Bewegungen als ein sich selbst organisierendes System komplett eigenständig. Mit dem Landessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit wurden Yvonne Stellmach (18), Tim Schmäche (18) und Sven Westermann (17) vom Carl-Zeiss-Gymnasium in Jena ausgezeichnet. Die Jungforscher beschäftigten sich mit den Möglichkeiten zur medizinischen Behandlung der sogenannten Akromegalie – der krankhaften Vergrößerung der Körperendglieder wie Hände oder Füße.

 

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 46. Bundesfinale vom 19. bis 22. Mai 2011 in Kiel statt. Es wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem Forschungsforum Schleswig-Holstein e. V.

 

Um die Landessieger Thüringen für das 46. Bundesfinale, aber auch für ihren weiteren beruflichen Werdegang fit zu machen, organisiert die Koordinierungsstelle Jugend forscht Thüringen (c/o Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen) in der aktuellen Wettbewerbsrunde erstmals ein „JungForscherCamp“. Im Rahmen intensiver Einzelcoachings werden die Jugendlichen hier gemeinsam mit Forschungs- und Unternehmenspaten, Journalisten sowie Alumni an der Weiterentwicklung und Präsentation ihrer Forschungsprojekte arbeiten. Das zweitägige Intensivtraining wird vom 12. - 13. April 2011 im Augustinerkloster zu Erfurt stattfinden.

 

Des Weiteren erhalten die Gewinner des Landeswettbewerbes Jugend forscht 2011 die Möglichkeit, im Rahmen eines durch die Koordinierungsstelle Jugend forscht Thüringen vermitteltes Forschungspraktikum eine Thüringer Forschungseinrichtung intensiv kennen zu lernen.

 

www.jugendforschtthueringen.de
www.jugend-forscht.de
www.facebook.com/Jugend.Forscht

 

Pressekontakt:
Stiftung Jugend forscht e. V. Hamburg
Dr. Daniel Giese
+49 (0)40 374709-40
presse(at)jugend-forscht.de


zurück

Ansprechpartner


Dr. Sven Günther

Geschäftsführer

+49 (0)361 78923-50

sven.guenther(at)stift-thueringen.de