Donnerstag, 06. Juni 2013

Unternehmensvisionen auf der Dampfmaschine - 10. Thüringer Elevator Pitch

(Erfurt/Ohrdruf 06.06.2013) Auf Europas größter Dampfmaschine im Technikdenkmal Tobiashammer in Ohrdruf präsentierten am 4. Juni 2013 28 innovative Gründer und Unternehmer aus Thüringen, Deutschland, Island und den USA ihre Ideen für neuartige Produkte – von einem faltbaren Badeschuh, der das Potenzial hat, im nächsten Sommer die Flipflops zu verdrängen, über ein neuartiges Therapiegerät zur Behandlung von Schlaganfällen bis hin zu lehrreichen Abenteuer-3D-Spielen für das Smartphone.


Dr. Merle Fuchs vom Thüringer Netzwerk für Innovative Gründungen (ThürInG), einer Initiative der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT), erläutert das Konzept der ungewöhnlichen Netzwerkveranstaltung, die zum 10. Mal stattfand: „Elevator Pitch - Fahrstuhlfalle - bezeichnet Kurzpräsentationen, die einer Situation im Fahrstuhl nachempfunden sind. Die Pitcher, also die Vortragenden, haben nur drei Minuten Zeit, um ihre Ideen und den Nutzen für die Anwender vorzustellen, so als würden sie eine kurze Fahrstuhlfahrt nutzen, um ihren Gesprächspartner von der Innovation zu überzeugen.“ Dazu haben die Organisatoren in 9 m Höhe eine Bühne auf der Zwillings-Tandem-Reversier-Großdampfmaschine, die früher einmal in der Maxhütte stand, errichtet, auf der die Präsentationen vor einer Jury sowie einem gespannten Fachpublikum stattfanden. Eine Schüler- und Studentenjury hat darüber hinaus den Preis für den aus ihrer Sicht besten Pitch vergeben.


Die Jubiläumsveranstaltung setzt die Tradition "Pitchen an ungewöhnlichen Orten" fort: Nach den Themen Luft (Hangar des Flugplatzes Gera-Leumnitz), Wasser (Panzerbrücke über der Weißen Elster bei Crossen) und Erde (in 500 m Tiefe im Erlebnisbergwerk Merkers) stand diesmal die Veranstaltung unter dem Motto Feuer. Und nicht nur bei den Präsentationen sprang der Funke der Begeisterung auf die rund 200 Besucher aus Deutschland, Großbritannien, Spanien, Island und den USA über. Die Innovationen für das 21. Jahrhundert wurden stimmungsvoll vor dem Hintergrund des High-Tech-Standes von 1480 präsentiert, als der Tobiashammer als Eisen-, Draht- und Sichelhammer erbaut wurde. Wo diesmal Projekte aus den Life Sciences, der Informations- und Kommunikationstechnologie oder der Sensorik präsentierten, wurden damals mit "modernsten" Methoden Sicheln, Schwerter oder Ritterrüstungen hergestellt.


„Das war wirklich ein toller Tag, und ich ziehe vor Ihnen und Ihrem Team den Hut, was Sie da auf die Beine gestellt haben!“ fasst Dr. Tobias Hübner aus Jena, der mit dem Projekt Preventicus den ersten Platz in der Kategorie Unternehmensgründungen belegt hat, die Veranstaltung zusammen.


Auch Heiner Häntze von der stampfy UG aus Berlin, der für sein Konzept einer digitalen „Bonus-Stempelkarte“ zwar keinen Preis, aber viel Aufmerksamkeit bei den Zuhörern erlangt hat, betont: „Der Elevator Pitch war ein super Event und alles hat bestens funktioniert!“

 

Die Preisträger 2013:

Kategorie: innovative Start-ups:

1. Platz: Preventicus aus Jena

Das Life Science-Projekt eröffnet mit der Erfassung von Vitalparametern mittels der in einem Smartphone vorhanden Sensoren, in Kombination mit weltweit führenden biosignalanalytischen Methoden ungeahnte diagnostische Möglichkeiten und Reichweiten.


2. Platz: BianoScience GmbH aus Jena
Das Unternehmen entwickelt Wirkstoffe gegen Brustkrebs auf Basis einer neuartigen patentierten Prodrug Strategie.


3. Platz: CRS − Smart Spectral Analytics aus Ilmenau
Die Ausgründung aus der TU Ilmenau hat ein neuartiges optisches Bauelement entwickelt, mit dem handelsübliche Bildsensoren zu einem Spektrometer aufgewertet werden können.

Kategorie: innovative Wachstumsunternehmen:

1. Platz: JPM Silicon GmbH aus Braunschweig

Das Greentech-Projekt entwickelt und produziert Mikrowellenöfen, welche basierend auf einem weltweit einzigartigen und patentierten Verfahren, die Herstellung und Veredelung von Silizium für die Solarindustrie bei unter 1700 Grad Celsius energie- und kosteneffizient ermöglichen.


2. Platz: oncgnostics GmbH aus Jena
Das Unternehmen entwickelt und vermarktet innovative Tests für die molekulare Krebsdiagnostik, die in der Früherkennung, der Nachsorge und der Therapieentscheidung Anwendung finden.


3. Platz: RIEDL GmbH aus Plaue
Das Unternehmen entwickelt und produziert Regalbediengeräte für automatische Kleinteilelager, die in Umschlagleistung und Lagerkapazität flexibel und skalierbar sind.

Sonderpreise:

Der Sonderpreis "one step ahead mit Projektmanagement für den besten Thüringer Pitcher" gesponsert von apropro Haarbeck Projektmanagement ging an die Invitronic GmbH aus Jena, die es sich zur Aufgabe gemacht, hat schwierige kundenspezifische, wissenschaftlich-technische Aufgaben meist mittels Software zu lösen.


Der Sonderpreis der Schüler- und Studentenjury für die beste Präsentation ging an Songquito UG aus Ilmenau für die Geschäftsidee rund um ihr Musiklernspiel  Songs2See.



Fotos der Veranstaltung unter: www.facebook.com/STIFT.Erfurt

 

Hintergrund:
Das Thüringer Netzwerk für Innovative Gründungen unterstützt innovative Gründungsprojekte aus Thüringen sowie solche, die sich in Thüringen ansiedeln wollen, durch individuelle Beratung, Kontaktvermittlung, Aus- und Weiterbildung sowie Öffentlichkeitsarbeit. Wesentliche Bestandteile dabei sind Ideen- und Strategiewettbewerbe, bei denen in einem mehrstufigen Verfahren Ideen zu überzeugenden Geschäftskonzepten weiterentwickelt werden. Dabei unterstützen erfahrene Fachjuroren bei der Verbesserung der Unternehmenskonzepte.

 

Der Thüringer Elevator Pitch vereinigt alle wesentlichen Elemente, die zur Erfolgssteigerung innovativer Gründungen und Wachstumsunternehmen beitragen: → Überzeugende Darstellung von Geschäftsidee, Kundennutzen, Team, Marktpotenzial und Unterstützungsbedarf (die im Vorfeld beim Pitchtraining zusammen mit Präsentationstechnik erarbeitet werden), → Kontaktvermittlung zu potenziellen (internationalen) Kunden, Kooperationspartnern und Kapitalgebern (Teilnahme von 50 Investoren aus dem In- und Ausland), → Öffentlichkeitsarbeit (die Pitches werden als Videos den Vortragenden sowie weiteren potenziellen Interessenten zur Verfügung und auf youtube eingestellt) sowie → Wettbewerbscharakter (Investoren und erfahrene Wirtschaftsvertreter bewerten die Projekte und geben Verbesserungshinweise; sehr hilfreich sind insbesondere die Präsentationstipps der Schüler- und Studentenjury).

Kontakt
Dr. Merle Arnika Fuchs
Head Coach | Thüringer Netzwerk für Innovative Gründungen
Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT)
Tel: 0361 7892373  |  0171-4542042
Merle.fuchs(at)stift-thueringen.de
www.innovativ-gruenden-thueringen.de


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Ansprechpartner


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Geschäftsführer

+49 (0)361 78923-50

sven.guenther(at)stift-thueringen.de